Taufsprüche


Der Tauftag ist ein ganz besonderer Moment im Leben eines Elternpaares. Zusammen mit der Familie und den Freunden finden sich die Eltern mit den Taufpaten und dem Kind in der Kirche ein und lassen ihr kleines Wunder von Gott behüten. Anlässlich dieses feierlichen Tages sollten auch Sie als Angehöriger der Familie oder als guter Bekannter den Eltern zur Taufe ihres Kindes gratulieren. Wenn Ihnen allerdings die passenden Formulierungen für einen hübschen Taufspruch, Glückwünsche oder die Anregungen für passende Taufgeschenke fehlen, sind Sie auf unserer Seite genau richtig. Also schauen Sie sich gerne um!

Psalm 118, 6
Der Herr ist mit mir, darum fürchte ich mich nicht;
was können mir Menschen tun?

Wolf Dietrich
Zur Taufe, kleiner Mann,
wünschen wir dir ein Leben lang
viel Freude, Frohsinn und auch Glück,
Liebe, Lachen und ein großes Kuchenstück!

Irischer Segensspruch
In deinem Herzen möge die Gewissheit wohnen,
dass nach jedem Unwetter ein Regenbogen leuchtet.

Uta Jeschker
Mit der Taufe heißen wir dich willkommen in unserer Mitte
und versprechen dir fortan auf dich acht zu geben.

Psalm 139, 5
Von allen Seiten umgibst du mich
und hältst deine Hand über mir.

Jole von Weißenstein
Von nun an gehst du mit uns mit,
wir hüten dabei jeden Schritt,
auf dass du im Leben stets sicher gehst
und jede Prüfung auch bestehst.

Jesaja 41, 13
Denn ich bin der Herr, dein Gott,
der deine rechte Hand fasst und zu dir spricht:
Fürchte dich nicht, ich helfe dir.

Taufsprüche ... "Die Liebe ist etwas unbeschreibliches und alles danach, was aus einer glücklichen Liebe entsteht, scheint noch viel unbeschreiblicher. Viele Paare wünschen sich nach der Ehe ein Kind oder gleich mehrere. Und wenn sich ihr sehnlichster Wunsch erfüllt, ein kleines Geschöpf das Licht der Welt erblickt, verändert sich ihr Leben ungemein. Manche können ihr Glück kaum glauben und begreifen die Geburt als Geschenk Gottes. Wer gläubig ist und nach dem Grundsatz „Fürchte dich nicht, Gott ist bei dir“ lebt, will daher meist auch nicht auf die Taufe des eigenen Kindes verzichten und das kleine Wesen von Gott behüten lassen. Und auch wenn dieser Prozess selbst kaum einem Baby gefällt, wird sich das Kind im Laufe seines Lebens mit der Entscheidung der Eltern und der eigenen Religion auseinandersetzen und verstehen. Denn durch den Taufvorgang wird aus dem Geschöpf Gottes ein Kind Gottes. Mit dem Taufvorgang selbst bekennt sich Gott zu dem Getauften. Gott wird von diesem Moment an das Leben des Kindes begleiten und den Jungen oder das Mädchen beschützen. Viele Eltern zelebrieren im Anschluss an die Taufe in der Kirche auch ein großes Fest. Zusammen mit den Paten, der Familie, den Freunden - nicht selten auch mit dem Priester oder Diakon - feiern und gedenken sie den Segensspruch ihres Kindes."

Amalia von Wendlingen
Mein liebes Kind,
ich bin dein Pate und stehe dir immer zur Seite, mit Rat und Tat.
Mit deinen Sorgen und Ängsten kannst du stets zu mir kommen und ich verspreche dir sie ernst zu nehmen und mit dir an einer Lösung zu forschen.
Denn du bist nie alleine und zusammen fällt vieles leichter.

Psalm 121, 7
Der Herr behüte dich vor allem Bösen,
er behüte dein Leben.

Frank von Schillerberg-Gosheim
Täufling, lieber Täufling
Heute ist dein Ehrentag und den feiern wir, so wie man es mag,
mit Kuchen und schönen Kerzen, Lachen direkt aus unseren Herzen.

Matthäus 5, 14 + 16
Ihr seid das Licht der Welt.
So lasst euer Licht leuchten vor den Leuten,
damit sie eure guten Werke sehen
und euren Vater im Himmel preisen.

Wolf Dietrich
T wie Treue Freunde, die dich begleiten
A wie Arme, die dich stützen
U wie Unendliche Liebe, die dich umgibt
F wie Frohsinn, den du besitzt
E wie Ehrlichkeit, die du schätzt

Sprüche 4, 23
Behüte dein Herz mit allem Fleiß,
denn daraus quillt das Leben.

Friedrich Morgenroth
Mein liebes Patenkind! Ich will dir schreiben,
dass ich mit den Gedanken bei dir bin.
Denn wenn wir zwei nicht in Verbindung bleiben,
dann hat die Patenschaft ja keinen Sinn.
Ich möchte schließlich Deinen Weg begleiten.
Du weißt, ich kann es meist nur von fern.
Da gibt es manchmal manche Schwierigkeiten.
Doch, wo ich Dir helfen kann, helf´ ich Dir gern!
Ob Dir zum Lachen ist, ob mal zum Weinen:
Du kannst mir immer sagen, was Du denkst.
Ich freue mich, wenn Du im allgemeinen
und im besondren mir Vertrauen schenkst.
Ich wird´ es nicht verquatschen und verpetzen;
abscheulich handelt, wer sich so benimmt.
Und mich in Deine Lage zu versetzen:
Herzlich versuchen will ich es bestimmt!
Vielleicht kann ich Dich trösten, kann Dir raten
in manchem, was geschieht und was geschah.
So sehe ich die Pflichten eines Paten:
Wenn du mich brauchst, dann bin ich für Dich da.

Taufsprüche ... "Für die Eltern sind warme und herzliche Worte am und nach de Tauftag genau das Richtige! Denn nicht selten schreien und heulen die kleinen Babys während ihrer Taufe und wollen sich gegen den Taufvorgang wehren. Diese Situation kann für die Eltern schwierig sein, auch wenn sie sich vorher auf den Tauftag gefreut und eine große Feier organisiert haben. Egal ob Sie einer der Paten sind, die Großmutter oder nur ein Bekannter der Familie, Segenswünsche sind in dieser Situation angebracht und lassen das Herz der Eltern wieder höher schlagen. Beispielsweise können Sie Taufsprüche gegenüber den Eltern und dem Kind vortragen oder ihnen auf ganz klassische Art und Weise mit Glückwünschen gratulieren. Ebenso ist es eine nette Erinnerung im Leben vieler Eltern, wenn sie mit Ihrer Glückwunschkarte und einem beigefügten Taufgedicht an den Tag der Taufe ihres Kindes zurückdenken. Schreiben Sie deshalb Ihre Gefühle und Ihr Empfinden über den Taufvorgang oder die Geburt des Babys noch einmal in schriftlicher Form nieder. Denn neben einem Taufgeschenk vermitteln vor allem herzliche Segenswünsche den Eltern Liebe und ein Gefühl von Bestärkung und Sicherheit. Und falls Sie ratlos sind, welche Worte am Tauftag angebracht sind oder das passende Taufgedicht noch nicht gefunden haben, lesen Sie einfach weiter. Sie werden mit Sicherheit fündig!"

1. Johannes 3, 18
Meine Kinder,
lasst uns nicht lieben mit Worten noch mit der Zunge,
sondern mit Taten und mit der Wahrheit.

Jole von Weißenstein
Lieber Gott, wir bitten dich, 
schütze den Täufling inniglich.
Hüte ihn vor großem Schmerz
und schenke ihm ein gutes Herz.

4 Mose 6, 24-26
Der Herr segne dich und behüte dich;
der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig;
der Herr hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.

Friedrich Morgenroth
Unser Wunsch kommt mit Bedacht:
Lass dir niemals rauben,
was das Leben wertvoll macht:
Hoffen! Lieben! Glauben!

Psalm 91, 11-12
Denn er hat seinen Engeln befohlen,
dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen,
dass sie dich auf den Händen tragen und du deinen Fuß nicht an einen Stein stoßest.

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Amalia von Wendlingen
Zur Taufe, liebes Menschlein,
wünschen wir alles Gute und viel Sonnenschein.
Das Leben soll dir alles bringen,
du sollst leben, lachen, singen,
und dir erfüllen mehr als einen Traum,
dafür bieten wir dir Raum.

Epheser 5, 8b-9
Wandelt als Kinder des Lichts;
die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit.


Die passenden Worte finden - Tipps und Hinweise zum Schreiben einer Taufkarte



Was sind Taufsprüche?


Ganz simpel und treffend erklärt: Ein Taufspruch ist etwas, das ein Baby, Kleinkind oder Erwachsenen ein Leben lang begleiten wird. Taufsprüche können sehr unterschiedlich sein und werden nach dem Geschmack der Eltern oder des Paten ausgesucht. Häufig eignen sich Zitate aus der Bibel als Taufspruch. Wem das aber zu altmodisch oder klassisch klingt, kann auch auf modernere Taufsprüche, wie Sie unter anderem auf unserer Internetseite aufgelistet sind, zurückgreifen. In erster Linie geht es nicht darum, dass ein Taufspruch rhythmisch ist, die Verse schön klingen oder der Spruch nicht zu lang ist. Denn im Vordergrund steht ja schließlich die Bedeutung von Taufsprüchen.
Welche Glückwünsche und Sprüche gehören auf Taufkarten?
Anlässlich des religiösen Festes verschicken die Eltern an die Familien und Freunde zunächst eine Einladungskarte. Dies ist für Sie als Taufpate, Taufgast oder guter Bekannter eine schöne Erinnerung, die viele Menschen gern an ihrer Pinnwand aufbewahren wollen. Auf diese Einladungskarte können Sie mit dem Besuch des Festes und der überreichung einer Glückwunschkarte reagieren. Eine hübsche Taufkarte ist an sich schon eine nette Erinnerung für das Elternpaar und ein wertvolles Geschenk. Noch wertvoller werden Taufkarten durch die Worte, mit denen sie beschrieben werden. Ob Sie ein Taufgedicht, gleich mehrere Taufgedichte, simple Glückwunsche, typische Taufsprüche oder den ganz bestimmten Taufspruch, den die Familie ausgewählt hat, auf ihrer Taufkarte zitieren, liegt ganz bei Ihnen! Grundsätzlich gilt aber bei allen Glückwünschen und Glückwunschkarten: Der Text muss passend und zutreffend sein. Die schönsten Verse bringen also alle nichts, wenn die Taufeltern den Sinn hinter den Taufsprüchen nicht erkennen.

Warum Taufgedichte ganz besonders überzeugen


Während schlichte Glückwünsche im Grunde zu jedem Anlass passen, sind spezielle Taufgedichte oder Taufsprüche für das kirchliche Fest deutlich geeigneter. Schließlich bekommen wir jedes Jahr zu unseren Geburtstagen ähnliche Worte zu hören, die, wenn wir ehrlich sind, zwar nett zu lesen aber nicht besonders einfallsreich wirken. Viel schöner ist es hingegen ein besonders ausgefallenes Gedicht oder berührende Sprüche in den Händen zu halten. Und beim Lesen eines jeden Verses werden wir emotionaler, dankbarer und glücklich, weil der Schreiber genau die passenden Worte gefunden hat.

Egal ob es sich um Glückwünsche zur Trauung, Geburt, Konfirmation oder Taufe handelt, sie alle haben eines gemeinsam. Denn ein Psalm oder längeres Zitat aus dem Evangelium klingt beispielsweise viel origineller und emotionaler als Standardsprüche wie „Alles Gute zur Taufe“. Dies ist der Grund, warum auch Sie beim Beschreiben Ihrer Glückwunschkarte nicht auf Taufgedichte verzichten sollten. Schließlich schwebt Ihnen eine bestimmte Intention für eine Taufkarte vor und die könnten Sie möglicherweise mit einfachen Sprüchen verfehlen. Allerdings ist es - und das Problem kennen wir alle nur zu gut - nicht ganz leicht, die passenden Worte für jeden Anlass zu finden. Insbesondere tiefsinnige Sprüche scheinen einem dann, wenn man sie am nötigsten hat, nicht einzufallen. Bei uns finden Sie aber garantiert die richtigen Verse, um das Kind und die Eltern glücklich und stolz zu machen.

Das perfekte Taufgeschenk


Was schenke ich bloß? Gibt es bestimmte Taufgeschenke?
Wenn Sie den Eltern oder dem getauften Kind nahe stehen, möglicherweise sogar einer der Paten sind oder als Taufgast eingeladen wurden, können Sie den Eltern zusätzlich zu einer passenden Glückwunschkarte auch ein Taufgeschenk übergeben. Ob Sie das Taufgeschenk an die Eltern oder das Kind richten, sollten Sie selber entscheiden. Traditionellerweise ist das Taufgeschenk für den Getauften selbst gedacht. Wenn das Kind selbst noch sehr klein ist und noch vor seinem ersten Geburtstag getauft wird, bieten sich vor allem Schmuckstücke an. Ein kleines Armband, das mit dem Namen des Taufkindes graviert wird, aus Silber oder Gold ist beispielsweise ein recht klassisches Taufgeschenk, welches meist von den Paten ausgeht. Erkundigen Sie sich deshalb besser schon vorab darüber, welche Geschenke die Paten schenken wollen. Häufig schenken die Eltern dem Kind eine Taufkerze und gestalten diese - ähnlich wie bei der heiligen Kinderkommunion - nach ihren eigenen Bedürfnissen und Vorstellungen. Als nettes Andenken gilt auch die erste Bibel des Kindes. Schließlich wird der Getaufte im Laufe seines Lebens das Evangelium immer nachlesen können und die Taufbibel wird so zu seinem ständigen Begleiter.

Unser Tipp: Es gibt nicht bloß eine Taufbibel. Stattdessen können Sie im Internet sogar die Taufbibel mit dem Namen des Kindes personalisieren lassen. So wird der Name des Getauften in allen sieben Bibelgeschichten namentlich genannt und hat einen engeren Bezug zu dem Geschriebenen. Zudem kann man die Taufbibel mit einem individuellen Cover und eigenen Fotos, beispielsweise vom Tauftag, gestalten.

Die Taufkerze


Während der Taufzeremonie wird die Taufkerze an der Osterkerze angezündet. Die Taufkerze selbst hat eine besondere symbolische Bedeutung, denn der Kerzenschein als entzündetes Licht steht für die Beziehung zwischen Gott und den Menschen. Taufkerzen werden nach der Feier mit nach Hause genommen und aufbewahrt. Diese dienen als Erinnerung an den Tauftag und die Verbindung zwischen Gott und dem Getauften. Zu wichtigen und feierlichen Anlässen kann die Taufkerze wieder entzündet werden, beispielsweise bei der Kinderkommunion.

Hintergrundwissen rund um das Thema „Taufe“



Warum werden Menschen überhaupt getauft?


Nach der Trauung eines Paares und der Geburt ihres Neugeborenen ist die Taufe ein wichtiges und besonderes Ereignis im Leben einer jungen Familie. Doch welcher Sinn verbirgt sich eigentlich hinter dem christlichen Ritual? Zunächst einmal meint das Wort „Taufen“ im kirchlichen Kontext, dass ein Mensch in Wasser eintaucht oder untertaucht. Die Besinnung und Zugehörigkeit zu Gott wird im evangelischen und katholischen Glauben mit dem Taufvorgang symbolisiert. Viele Menschen werden bereits im Kleinkindalter getauft, nur wenige dagegen im Erwachsenenalter. Grundsätzlich zählt aber nicht das Datum des Taufvorganges, sondern wie der Getaufte lebt. So ist der Taufvorgang lediglich der Beginn von etwas und die weitere Lebensgestaltung des Gläubigen ein aktiver Prozess, den jeder Mensch selbst bestimmen kann. In der Bibel ist es so, dass Menschen nur getauft wurden, wenn diese an Jesus Christus glaubten. Die Gläubigen sollen bei ihrem Taufprozess vor sich und anderen bekennen, dass sie Jesus Christus als Retter ansehen. So heißt es im Evangelium nach Markus auch: „Wer zum Glauben kommt und sich taufen lässt, wird gerettet. Wer nicht glaubt, den wird Gott verurteilen“(Markus 16,16).

Zum Ablauf des Taufvorgangs


Nach dem Empfang des Priesters oder Diakons werden zunächst die Eltern, Paten und die Gemeinde im Eingangsbereich der Kirche begrüßt. Nach einleitenden Worten erkundigt sich der Priester oder Diakon nach dem Namen des Kindes. Im Anschluss daran wird die entscheidende Frage gestellt: Warum soll das Kind getauft werden? Mit der Beantwortung dieser Frage begründen die Eltern ihren Glauben und legen die Motive für ihre Entscheidung dar. Nach der Begrüßung erfolgt die Eröffnung des Wortgottesdienstes, welcher Gebete und Ansprachen beinhaltet. Anschließend wird das zu taufende Kind, umgeben von Bekannten und der Familie, mit geweihtem Wasser gesegnet. Der Priester übergießt den Kopf des Kindes mit Wasser, nimmt die Salbung mit Crisam vor, spricht ein Glaubensbekenntnis sowie den Lobpreis Gottes und entzündet die Taufkerze. Währenddessen wird dem Kind ein Taufkleid angelegt und ein Taufspruch vorgelesen. Dieser Taufspruch wird den Gläubigen sein Leben lang begleiten. Sowohl die Eltern als auch die Paten versichern während der Zeremonie, dass sie das Kind christlich erziehen werden. Im Laufe der Feier werden die Taufgäste das Glaubensbekenntnis ablegen, Fürbitten vorlesen und Gebete sprechen. Auch den Segen werden sie Empfangen. Wie genau die Zeremonie abläuft, hängt letztlich von den Wünschen und Vorstellungen der Eltern ab.

Was ist ein Taufkleid? Und welche Kleidung sollte ich in der Kirche tragen?
Es gibt keine exakten Vorschriften, wie ein Taufkleid auszusehen hat. Meist sind Taufkleider allerdings weiß gehalten und mit Spitze oder Rüschen versehen. Denn die Farbe weiß symbolisiert Reinheit und ist im religiösen Kontext verknüpft mit dem Gewand Jesu am Tage seiner Verklärung. Zudem ist die weiße Farbe auch mit der Auferstehung konnotiert. Grundsätzlich sollten die Taeuflinge, Eltern und Taufgäste in festlicher Kleidung die Kirche betreten. In einigen Familien ist es üblich, dass ein Taufkleid vererbt wird und daher traditionellerweise bei dem Taufprozess getragen oder dem Baby vorgehalten wird.

Was versteht man unter einer Not-Taufe?


Die Gründe für eine Not-Taufe sind meist sehr dramatisch und keinem Menschen zu wünschen. Denn dieser spezielle Taufvorgang wird vorgenommen, wenn ein Ungetaufter in Lebensgefahr schwebt. Viele Eltern lassen ihr ungeborenes Kind oder den Säugling taufen, wenn Komplikationen bei der Geburt oder Schwangerschaft auftreten. Demnach werden Not-Taufen auch nicht groß zelebriert und Taufsprüche sind für dieses Ereignis äußerst sensibel zu formulieren. In einem solchen Kontext ist es angebrachter den Eltern lediglich einen ermutigenden Psalm zu übermitteln. Herzliche und stärkende Worte, beispielsweise „Fürchte dich nicht, Gott wird bei euch sein“ oder „Mit den Engeln auf eurer Seite wird das Schicksal sich zum Positiven wenden“, können den Eltern während dieser schweren Zeit Kraft schenken.

Wer darf Taufpate werden?


Zunächst einmal kann nicht jeder Bekannte der Familie Taufpate werden. So müssen die Taufpaten - verständlicherweise - selbst getauft sein und in der evangelischen Kirche mindestens 14 oder in der katholischen Kirche 16 Jahre alt sein. Zudem darf keiner der Paten aus der Kirche ausgetreten sein. Unterschiedliche Auffassungen zum Thema Paten und deren Konfessionen teilen die evangelischen und katholischen Kirchen. So erwartet die katholische Kirche, dass zumindest einer der Paten katholisch getauft und auch gefirmt ist. Der andere Taufpate dürfte theoretisch auch evangelisch sein. Eine solche Regelung gibt es bei der evangelischen Kirche nicht, denn dort darf jeder Christ - egal welcher Konfession er oder sie angehört - Taufpate werden.

Welche Rolle spielen die Taufpaten?


Wer die Entscheidung trifft Taufpate zu werden, übernimmt ein Ehrenamt in christlichen Kirchen. Zunächst ist die Patentante oder der Patenonkel ein Zeuge der Spende des Sakraments und dieser wird auch namentlich im Kirchenbuch genannt. Ähnlich wie bei der Kinderkommunion, Konfirmation oder Firmung wird der Taufpate zum wichtigen Ansprechpartner des Kindes. Bei Problemen sollte er dem Kind beistehen und es ebenso schätzen und unterstützen wie in guten Tagen. Falls die Eltern des Kindes sterben würden, kann der Patenonkel oder die Patentante häufig auch die Vormundschaft des Kindes übernehmen. Die Eltern selbst können deshalb keine Paten werden. Eine enge Verbindung und ein regelmäßiger Kontakt zwischen Getauftem und Taufpate ist allerdings wichtig und sollte gepflegt werden. Denn die Aufgabe eines Paten ist keine vorübergehende, sondern eine lebenslange. Zudem kann der Taufpate das übernommene Patenamt nicht einfach abgeben. Allerdings wird es seine Gültigkeit verlieren, wenn der Pate aus der Kirche austritt. In der evangelischen Kirche ist es so geregelt, dass die Patenschaft nach der Konfirmation aufgehoben wird. In der katholischen Kirche ist diese Regelung unüblich, denn eine Patenschaft sollte im besten Fall lebenslang bestehen bleiben.

In welchem Alter wird man getauft?


Meist werden Kinder im Alter von drei bis acht Monaten getauft. Selbstverständlich kann man Kinder auch Jahre später und im Erwachsenenalter taufen. Den Taufvorgang eines Erwachsenen bezeichnet man als so genannte Erwachsenentaufe. Darüber hinaus hat sich in den letzten Jahren ein neuer Trend entwickelt, denn Eltern tendieren dazu, ihre Kinder nicht im Baby- sondern im Kindesalter taufen zu lassen. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Der Mensch soll den Taufprozess verstehen und mitfühlen.